Leaving the comfort zone #6: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar…“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Kein anderes menschliches Organ steht derart im Mittelpunkt unserer Denkens und Handelns als das Herz. Keinem Organ werden auch so viele Aufgaben, Funktionen etc. zugeschrieben wie dem Herzen. Kein Organ hat eine solch wichtige Rolle. So gilt das Herz  sowohl als das Pumpwerk für den menschlichen Körper als auch  als Sitz der Emotionen.

In unserer stressigen Zeit wächst das Bedürfnis nach Entspannung, nach innerer Ruhe, nach Gelassenheit. Entsprechend boomt die Branche, die sich eben diesem Thema verschrieben hat: Unterschiedlichste Entspannungs- und Meditationsmethoden werden tagtäglich „erfunden“, jeder meint, die beste Lösung zur Rettung des Seelenheils entdeckt zu haben.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Herz als solches im Rahmen dieser Branche seinen Platz fand – und das ist meinerseits gar nicht ironisch gemeint. Im Gegenteil, nicht umsonst steigt in unserer hektischen, turbulenten Zeit die Zahl der Herzprobleme (Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen etc.) immens. Von den Folgen jeglicher seelischer Pein, beispielsweise Liebeskummer, gar nicht erst zu sprechen. Hier geht es zwar oberflächlich betrachtet „nur“ um psychische Belastungen, aber wie viele sicherlich aus eigener leidlichen Erfahrung wissen, können diese durchaus auch physisch spürbar sein.

Von meinem Arbeitgeber wurde vor kurzem ein Workshop zum Thema „Herz“ offeriert,  an dem ich natürlich interessehalber teilnahm. Geleitet wurde der Workshop von Heike Dupslaff, die seit langem als Kommunikationstrainerin tätig ist und  gemeinsam mit Heike Krieg und Sandra Wilkens  Coachings unter dem Titel „Erkennenswert“ anbietet. Thematisch widmen sich die Workshops den drei Ebenen „Kopf“, „Herz“ und „Portemonnaie“.

Es geht darum, mithilfe einfach erlernbarer Techniken Angst, Sorgen und Stress abzubauen, den Herzrhythmus zu stabilisieren und das Treffen von Entscheidungen zu erleichtern. Das klingt natürlich fast zu gut, um wahr zu sein, denkt jetzt sicherlich so mancher Leser. So ging es mir anfangs auch. Jeder, der mich auch nur ein wenig persönlich kennt, weiß, dass ich gegenüber solchen Methoden sehr skeptisch bin. Natürlich kann ich aus medizinischer Sicht mangels entsprechenden Fachwissens nicht beurteilen, ob eine Methode tatsächlich sinnvoll ist. Aber ich spüre, ob sie mir gut tut oder eben nicht. Und was soll ich sagen – die relativ leichten Methoden halfen mir wirklich, negative Gedanken zumindest für eine Zeit auszuschalten.

Vorbereitend legt man eine Art „Hausapotheke“ für brenzlige Situationen an : Man sammelt für sich selbst auf einem Zettel möglichst viele Erlebnisse, Personen, Tiere, Gegenstände etc., mit denen man etwas Positives verbindet, für die man dankbar ist, über die man sich freut und die man schätzt oder gar liebt. Auf diese Hausapotheke wird im Rahmen der Übungen zurückgegriffen, um eben den persönlichen Fokus auf etwas Positives zu verlegen, eine  schöne Sache zurückblickend neu zu erleben und somit die Selbstheilung zu unterstützen.

Mir hat der Workshop „Herz“ bei Heike Dupslaff, die Augen geöffnet und ich werde meinem Herz in Zukunft in jeglicher Hinsicht mehr Aufmerksamkeit schenken. Vielen Dank für diesen wunderbar organisierten und sehr gut vorbereiteten Tag, die geradezu überspringende Begeisterung und Herzlichkeit (wie könnte es anders sein)!

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