Leaving the comfort zone: Jeden Montag ein neuer Kick!

Ich möchte im Rahmen dieses Blogs aus persönlichen Gründen jetzt ein kleines Projekt starten. Es trägt den verheißungsvollen😉 Namen „Leaving the comfort zone“. Auf die Idee brachte mich meine gute Freundin Yasmin, die auch eine fleißige Bloggerin ist.

Ziel ist es, jede Woche etwas Neues auszuprobieren, zu testen, zu machen… Das kann ein neues Restaurant sein, ein bisher von mir nicht betriebener Sport, das Ablegen einer alten Gewohnheit…
Ich möchte ungewöhnliche Bücher oder Musik vorstellen, etwas andere Rezepte, unbekannte Orte. Ich möchte Dinge machen, die für uns alle als Kind normal waren, die man aber als Erwachsener „selbstverständlich“ lässt. Ich möchte Dinge unternehmen, die ich lange nicht mehr angegangen bin oder eben noch nie – sei es aus Angst oder schlicht und einfach aus Bequemlichkeit.
Es soll hierbei nicht um Konsum gehen, auch wenn dieser durchaus einmal Teil einer Aktion sein kann. Konsum gehört natürlich auch zum Leben.

Es soll darum gehen, bewusst(er) zu leben und dem eigenen Denken neue Anregungen zu geben, bisher fremde Perspektiven einzunehmen, das Gehirn zu aktivieren.
Ich möchte hierbei ganz bewusst😉 das fürchterliche Modewort „Achtsamkeit“ vermeiden, das ich nicht mehr hören kann, da es im Rahmen aktueller Lebenshilfe-/Entscheunigungsliteratur inflationär benutzt wird.

Einzig wichtig ist, dass neue Wege beschritten werden – in welcher Hinsicht auch immer…

Es ist ja nun nicht so, dass ich nie etwas Neues probiert hätte: Allein reisen, das mache ich ständig – auch in eher heikle Gefilde – in Syrien und im Jemen bin ich als Frau alleine gereist und habe Arabisch gelernt, in Ecuador im Regenwald als Journalistin gearbeitet und in Honduras an einer Schule unterrichtet. Meerschwein habe ich in Peru (auch wenn das arme Tierchen mir leid getan hat und außerdem by the way nicht lecker war…) und Seegurke in Malaysia (ein sehr glibbriges Erlebnis in früher Kindheit) gegessen. Ich gehe hemmungs- und problemlos alleine essen, Kaffee trinken, ins Kino und tanzen, ohne mich seltsam zu fühlen. Neue Sprachen habe ich auch immer wieder gelernt. Ich habe in Kolumbien heiße Schokolade mit Käse getrunken, in Ecuador Reis mit Nudeln gegessen, in Berlin-Dahlem habe ich die Freimaurer besucht, seltsame Softdrinks mit Gummibärchengeschmack in Peru und Ecuador probiert. Ich habe auf der Berlinale sowohl mexikanische Filme geschaut, die sich als Gay-Pornos entpuppten, obwohl sie in der Beschreibung nach schwulem Liebesfilm klangen, als auch koreanische Schwarzweiß-Stummfilme, die musikalisch am Piano begleitet wurden, unter anderem mit dem interessanten Kontrast „Gangnam Style“, oder auch niederländisch-deutsch-belgische Coming-of-Age-Filme…
Ich habe das Berliner Nachtleben in all seinen unterschiedlichen Facetten ausgekostet – sei es in eher „schwummrigen“ (so nannte es ein guter Freund von mir) Locations wie dem Kit Kat Club oder dem Insomnia (letzteren besah ich mir sogar einmal Heiligabend als Kontrastprogramm zur konventionellen Feier ;-)) oder in klassischen Techno-Clubs wie dem Berghain.
Onlinedating und ganz generell Treffen mit unbekannten Leuten gehören zumindest im modernen Großstadtleben zum guten Ton und sind dementsprechend nichts Ungewöhnliches.
Ich habe die Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz sowie das Gefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen besucht, das auf keiner DDR-Landkarte verzeichnet war und offiziell nicht existierte. In Berlin-Marienfelde habe ich mir das Flüchtlingsaufnahmelanger sowohl aus menschlichem als auch beruflichem Interesse angesehen. Im Brieselanger Wald war ich des Nachts mit dem Fahrrad auf Lichterjagd. Rings um Berlin springe ich im Sommer in jeden sich bietenden See…

Dennoch: Fange nie an aufzuhören… Die erste Hälfte eines Cicero-Zitats. Dieses stand schon als Graffiti an meinem Gymnasium. Fange nie an, mit Experimenten aufzuhören.

Es ist ein Projekt, mit dem ich mich selbst ein bisschen herausfordern möchte… Denn: „Life begins at the end of your comfort zone“ (Neale Walsch). Es geht darum, nicht bequem zu werden, sondern immer wieder etwas Neues zu starten.

Mein Lieblingszitat bringt das ganz schön zum Ausdruck: „The only people for me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, mad to be saved, desirous of everything at the same time, the ones who never yawn or say a commonplace thing, but burn, burn, burn like fabulous yellow roman candles exploding like spiders across the stars” (Jack Kerouac, On the Road).

Genau das ist es – brennen, brennen, brennen. Oder wie es Steve Jobs so schön gesagt hat: „Stay hungry, stay foolish.“
Dazu muss man vielleicht ein bisschen verrückt sein, aber auch das halte ich in angemessenem Maße nicht für negativ, im Gegenteil…

Mein heutiger Geburtstag und mein neues Lebensjahr dienen als Startpunkt für dieses Projekt und zeitgleich als seine Ankündigung.

Los geht es mit dem ersten Post zum Thema  am kommenden Montag.
Jeden Montag werdet Ihr hier einen kürzeren oder längeren Blogeintrag zu diesem Thema finden. Ziel ist es, dieses Projekt ein Jahr lang durchzuziehen.🙂 Ich hoffe sehr auf Eure Unterstützung.🙂 Schreibt mir Mails, postet auf meiner Facebookseite – ich freue mich über Feedback in jeglicher Form!

Solltet Ihr Ideen haben, was ich noch alles probieren könnte, dann schreibt mir bitte – ich bin dankbar für jede Anregung.

Raus aus der Bequemlichkeit, rein ins pralle Leben – jede Woche, jeden Montag ein neuer Kick!

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Ereignisse, Berlin..., Dies und das, Ergüsse meinerseits, Leaving the comfort zone... (Projekt) abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Leaving the comfort zone: Jeden Montag ein neuer Kick!

  1. Pingback: Blogempfehlung: Das “Raus-aus-der-Komfortzone”-Projekt | yasminaksu

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s