„Wer hat verloren? Du dich? Ich mich? Oder, oder wir uns?“ (Falco)

Eine Frau verschwindet. Spurlos. Am 5. Hochzeitstag.

Ihr Mann kehrt nach seiner Arbeit heim, findet sie nicht, entdeckt einen zerstörten Wohnzimmertisch und ruft verstört die Polizei. Wurde sie entführt, ermordet? Steckt ihr früherer Stalker dahinter? Oder wäre das nicht alles zu einfach?

Der Film „Gone Girl“ von David Fincher nach dem Roman von Gillian Flynn (2012) reißt den Zuschauer mit – von der ersten bis zur letzten Sekunde. Und ich bin wahrlich kein Freund von langen Filmen.
Brutal wird man gezwungen, im Laufe dieses Films seine Sympathien immer wieder neu zu vergeben, immer wieder die Fronten zu wechseln. Wer trägt die Schuld, wer ist gut, wer ist böse? Oder ist es etwa – entgegen der gar zu menschlichen Präferenz, die Welt schwarz oder weiß sehen zu wollen – gar nicht so einfach? Vielleicht auch nur: Wer ist krank, wer nicht? Oder doch alle? Wer am meisten?

Das Ende lässt einen verwirrt und ein bisschen zermürbt zurück.

Ein intelligenter und unglaublich zynischer Film, der ein trauriges Bild (wenngleich natürlich überspitzt) unserer Gesellschaft zeichnet.

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