„Panem et circenses“ meets „Truman Show“ and „Lord of the Flies“

Vor wenigen Tagen ist der Film „The Hunger Games“ (in der deutschen Version: „Die Tribute von Panem“) in den hiesigen Kinos angelaufen… Und wir ließen uns natürlich nicht lange bitten…

Ich möchte Euch hier gar nicht mit einer Inhaltsangabe langweilen (gesundes Halbwissen könnt Ihr Euch ja schließlich auch bei Wikipedia anlesen).

Tja, ich gebe es zu, ich war skeptisch, bevor wir uns den Film anschauten – die Trailer, die den geneigten Kinobesuchern schon seit Monaten immer wieder begegneten, sahen sehr effektheischend, aber auch nicht unspannend aus, wenngleich auch ein wenig strange… Gehört hatte ich von den der Handlung zugrunde liegenden Büchern noch nicht – im Prinzip hatte ich gar keine Ahnung, worauf ich mich einließ, da ich vorher ja selten nachlese, worum es in mir unbekannten Filmen geht, damit ich mich in meiner Meinung nicht schon vorab manipulieren lasse.
Aber: Ich war positiv überrascht – crazy Story, aber gut umgesetzt, fähige Schauspieler…

Inhaltlich erinnerte der Film an eine Mischung aus „Panem et circenses“ aus dem Alten Rom, unsäglichen „Big Brother“-Formaten und William Goldings „Lord of the Flies“, das ich auch mal wieder lesen könnte: Kinder bzw. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren aus verschiedenen Distrikten des Landes Panem, einer Art Post-Katastrophen-Staat in Nordamerika, werden im Rahmen einer Show ausgewählt, an den „Hunger Games“ teilzunehmen, bei denen sie sich so lange in der Wildnis bekämpfen müssen, bis nur noch einer lebt… Ich sag es ja, seltsamer Plot, aber durchaus mit Bezug zu unserer Zeit und ihren teils geschmacklosen medialen Auswüchsen sowie politisch nicht uninteressanten Allusionen… Nicht zu vergessen: Der Auftritt von Lenny Kravitz, den wir im Film erst gar nicht erkannten. Naja, aber der Mann wird ja auch schon 50, selbst wenn man noch sein Bild aus den 80ern und 90ern vor Augen hat. Aber ich schweife ab – zurück zum Film…

Was im Film natürlich nicht ausbleibt, ist die unvermeidliche Love Story (hey, es ist ja immerhin ein US-amerikanischer Film…), auf die ich ja in Filmen prinzipiell verzichten könnte, aber hier in diesem Kontext macht sie durchaus Sinn.

Mehr möchte ich aber auch nicht verraten – mir hat der Film gefallen. Erwartet nichts (zu) Anspruchsvolles (immerhin ist es ein Hollywood-Film und daher ja doch schön auf den Mainstream ausgerichtet), aber wenn Ihr ein wenig Phantasie und Berieselungsbereitschaft mitbringt, dann schaut ihn Euch an. Der Berliner würde sagen: „Da kann man nicht meckern…“

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