Leaving the comfort zone #4: “The falling leaves drift by my window…” (Eric Clapton)

Heute habe ich mal meine poetischen fünf Minuten und dies liegt unter anderem an der Jahreszeit. Allerdings nicht nur poetische fünf Minuten, sondern auch arg melancholische…

photo 1

Bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Posts komme, daher erst einmal ein bisschen Musik zur musikalischen Untermalung, die ziemlich genau wiedergibt, was ich gerade fühle… Einfach mal anklicken und ein paar Minuten vor sich hin träumen.

Meine aktuelle und der Jahreszeit angepasste Challenge (brrrr, ich mag dieses Wort so etwas von überhaupt nicht – es erinnert zu sehr an absurde Kreationen der TV-Landschaft wie z.B. “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” und ähnliches – aber das deutsche Wort “Herausforderung” trifft es ja auch nicht so richtig) besteht darin, meine  derzeitige Komfortzone zu verlassen (ja, soweit waren wir ja schon) und (das ist dieses Mal ein bisschen anders) in eine Gewohnheit von früher zu schlüpfen.

Was bietet sich da im Herbst an? Ja, was haben wir als Kind alle mal gerne gemacht? Na? Ich verrate es euch… Auf rot-goldenes Herbstlaub hüpfen, auf Herbstlautb treten, weil dieses doch so wunderbar knistert, so schöne Laute von sich gibt. Sorglos, frei, unbekümmert…  Einfach durch Berge von Blättern schlurfen, den Duft des Waldes genießen, einsaugen und sämtliche weltliche Probleme und Problemchen zumindest temporär verdrängen oder überdecken.

Ich habe genau dies jetzt eine Woche exzessiv gemacht – jedes erdenkliche meinen Weg bedeckende Herbstblatt war MEINS! Und soll ich euch etwas sagen? Es macht immer noch Spaß und fühlt sich gut an… Ich wurde zwar mit Argusaugen beobachtet, aber das war mir ziemlich gleichgültig.

Mich macht der Herbst ruhig, ein wenig langsamer als sonst, ich bin nicht mehr so hibbelig, sondern das Leben verläuft in einem gemächlicheren Modus…

image-8

“The autumn leaves of red and gold…” (Eric Clapton)

image-10

Ich als Herbstkind fühle vielleicht eine spezielle Verbindung zu den Besonderheiten, die diese Jahreszeit ausmachen – war dies doch für mich immer schon eine mysteriöse Zeit.

Streift durch Wälder, schaltet ab… Genießt die Stille, die diese Jahreszeit umgibt, die Langsamkeit, die Einzug hält im Leben…

image-9

 

P.S.: Ein kleines Gedicht zum Thema habe ich noch angehängt… Viel Freude damit!

Herbstlied

 Bald fällt von diesen Zweigen
Das letzte Laub herab.
Die Büsch’ und Wälder schweigen,
Die Welt ist wie ein Grab.
Wo sind sie denn geblieben?
Ach! sie sangen einst so schön -
Der Reif hat sie vertrieben,
Weg über Berg und Höh’n.

Und bange wird’s und bänger
Und öd’ in Feld und Hag;
Die Nächte werden länger,
Und kürzer wird der Tag.
Die Vögel sind verschwunden,
Suchen Frühling anderswo;
Nur wo sie den gefunden,
Da sind sie wieder froh.

Und wenn von diesen Zweigen
Das letzte Laub nun fällt,
Wenn Büsch’ und Wälder schweigen,
Als trauerte die Welt -
Dein Frühling kann nicht schwinden,
Immer gleich bleibt dein Geschick,
Du kannst den Frühling finden
Noch jeden Augenblick.

von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

(1798 – 1874)

 

Veröffentlicht unter Aktuelle Ereignisse, Berlin..., Gedanken..., Leaving the comfort zone... (Projekt) | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Leaving the comfort zone #3: Frühstück einmal anders…

Seit vielen Jahren geht der durchschnittliche Berliner des Sonntags frühstücken oder brunchen – wobei der Zeitraum gerne  auch dehnbar ist. Bis in den Abend hinein kann man in den meisten Cafés oder Restaurants ohne Probleme ein reichhaltiges Frühstück bestellen.

Das sonntägliche Frühstücksrepertoire der Hauptstadt wurde vor ein paar Monaten erweitert um ein besonderes Angebot: Jeden dritten Sonntag des Monats gibt es in der Berliner Markthalle Neun  in der Eisenbahnstraße nun den sogenannten Breakfast Market, der viele verschiedene Gaumenfreuden vereint: Porridge, Sandwiches mit Unmengen Fleisch, Pancakes in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, jemenitische Spezialitäten, vegane Smoothies und Säfte.  In einer trubeligen Marktatmosphäre werden ab 10 Uhr neben dem vor Ort genießbaren Frühstück auch Produkte für den Genuss in den eigenen vier Wänden offeriert: regional produzierte Lebensmittel, Kaffee unabhängiger Röstereien, handgefertigte Messer oder auch handbemalte und -geformte Tassen.

image-5 image-4

Da sich mein Frühstück daheim meistens auf Kaffee und Käsebrote beschränkt, muss natürlich bei einem Besuch auf dem Breakfast Market etwas Spezielles her… Ok, Kaffee ist obligatorisch – interessanterweise scheint es übrigens in der Markthalle nur einen Stand mit Kaffee zu geben, was uns ein bisschen erstaunte. Zumindest haben wir keinen anderen gefunden… Aber was dazu? Hmmmm.

Nach langem Hin und Her entschied ich mich für ein Brot mit Avocado und Minze:

image-2

Na, sieht das gut aus? Auf jeden Fall besser als mein herkömmliches Käsebrot… Dann noch etwas Gesundes (kann im Moment bei meiner Erkältung nicht schaden) dazu, etwas, das ich unter normalen Umständen nicht bestellen würde, da ich um die Zutaten sonst eigentlich eher einen großen Bogen mache: Einen Rote-Bete-Saft, der aber eher smoothiehafte Konsistenz hatte… Ein bisschen skeptisch war ich ja schon…

image-3

Der Drink schmeckte zwar “gesund”, aber nicht unbedingt unlecker. Kann man machen. Mal… ;-)

Das Frühstück auf dem Breakfast Market ist durchaus empfehlenswert, wenn man einmal etwas genießen möchte, das vom traditionellen Angebot abweicht, und wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, die ungleiche Präferenzen haben.

Allerdings: In Ruhe stundenlang gemütlich schlemmen ist nicht möglich, dazu sind hier der Hipsterfaktor  und auch die Lautstärke zu hoch.

image-6

Veröffentlicht unter Berlin..., Kreuzberg, Kulinarisches, Leaving the comfort zone... (Projekt) | Verschlagwortet mit , , , , , | Ein Kommentar

“Do not go gentle into that good night… Rage, rage against the dying of the light…” (Dylan Thomas)

Science-Fiction-Filme ziehen mich ja immer geradezu magisch an. Und wenn dann auch noch Astronauten von gutaussehenden Herren wie George Clooney in “Gravity” oder in diesem Fall Matthew McConaughey verkörpert werden, dann bin ich erst recht dabei.

In “Interstellar”  von Christopher Nolan steht die Menschheit kurz davor, an Hunger zu sterben. Es gibt Pflanzenkrankheiten und regelmäßige Staubstürme, so dass die Produktion von Nahrungsmitteln immer schwieriger und in absehbarer Zeit unmöglich wird. Daher soll  ein geheimes Programm der NASA dafür sorgen, andere Planeten und Galaxien auszukundschaften – auch mit Hilfe von Wurmlöchern und trotz Schwarzer Löcher, die das Projekt sehr verkomplizieren. Es ist unsicher, ob  die Expedition um den Ingenieur Cooper erfolgreich sein wird und ob die Besatzung zur Erde zurückkehren kann, aber es ist die einzige Möglichkeit, die Menschheit vor der Vernichtung zu retten.

Der erste und der letzte Teil des Filmes waren für mich die besten: Am Anfang geht es um die Familie des Ingenieurs Cooper (Matthew McConaughey), seinen Schwiegervater, seine hochbegabte Tochter, die vor dem Start ins All krampfhaft versucht, ihren Vater vom Bleiben zu überzeugen (“Stay!”) und im Verlauf des Filmes eine immer stärkere Rolle einnimmt, sowie seinen Sohn.

Am Ende des Films verschwimmen die Zeitebenen. Dieser Part des Films erinnert ein wenig an “Inception” und auch an “The Butterfly Effect” – Zeitdilatation wird im Film zum entscheidenden Thema.

Die in der Überschrift zitierten Zeilen “Do not go gentle into that good night” sowie “Rage, rage against the dying of the light” sind die Worte, mit denen der das Projekt leitende Professor Brand seine Mitarbeiter in die Nacht schickt, und die sich im Laufe des Films zu einer Art Leitmotiv entwickeln. Sie verfolgen den Zuschauer und setzen sich im Ohr fest. Ich höre diese Stimme noch heute…

Der Film hat leider im Mittelteil ein paar Strecken, bei denen man auch ab und an Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren, aber das Ende entschädigt für vieles. Gerade auch mit Blick auf die Ereignisse der aktuell laufenden Rosetta-Mission ist “Interstellar” ein sehenswerter Film.

Veröffentlicht unter Aktuelle Ereignisse, Film | Verschlagwortet mit , , , , | Ein Kommentar

“The Cut” von Fatih Akin

Der Film “The Cut” von Fatih Akin beschäftigt sich mit dem Massaker an den Armeniern und zeigt die Familiengeschichte des einfachen und sympathischen Schmieds Nazaret, der im Laufe der Wirren seine Frau und seine Töchter aus den Augen verliert. Jahre später erfährt er (inzwischen im syrischen Aleppo angekommen und von einem arabischen Seifenproduzenten, der sich vieler Armenier annimmt, gerettet), dass seine geliebten Töchter noch leben. Voller Sorge um sie macht er sich auf eine odysseehafte Reise um die Welt, um die Mädchen zu finden. Die Reise führt ihn sogar nach Kuba und in die USA.

Der Film ist ein typischer Akin – schonungslos hart, aber dennoch sehr liebevoll gestaltet. Die unheimlich schonungslosen Szenen umfassen unter anderem das Aufschlitzen der Kehlen der Armenier, infolgedessen Nazaret seine Stimme verliert, Vergewaltigungen und das langsame, grausame Sterben der Armenier in einem Camp. Nazaret erträgt hier kaum das Leiden seiner sterbenden Schwägerin, die er hier wiederfindet. Entsprechend handelt er und entspricht ihrem Wunsch nach Erlösung. Ich musste regelmäßig wegschauen.

Die schönen Momente sind die Freude und Gedankenverlorenheit der geschundenen Kreaturen beim Sehen eines Chaplin-Films, das Zusammentreffen Nazarets mit hilfsbereiten Menschen, die versuchen, ihn bei seiner Suche nach den Töchtern nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen, sowie das Wiedersehen mit einer seiner beiden Töchtern.

image-7

Man mag sich darüber streiten, ob der Film zuwenig politische Elemente enthält, sondern nur in der einen oder anderen Hinsicht beeindruckende Bilder. Akin konzentrierte sich auf eine persönliche Geschichte, nicht auf die Politik, das große Ganze. Der Völkermord in seinen systematisch grausamen Zügen wird außen vor gelassen. Vielleicht ist das der Preis dafür, wenn man einen Film über ein solch brisantes Thema drehen möchte. Dennoch: Das persönliche Schicksal des Schmieds Nazaret, mit dem man sofort mitfühlt, weil er ein bisschen schutzbedürftig und naiv durch die Welt stolpert, geht einem so nah, dass Akin auf jeden Fall erfolgreich die Massaker an den Armeniern in die Gedanken der Zuschauer pflanzt und dort verankert, Verdrängung nicht möglich.

Veröffentlicht unter Film | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Leaving the comfort zone #2: In die Pilze gehen…

Da gibt es etwas, das ich immer schon mal machen wollte und wofür Berlin aufgrund seiner großen Waldfläche im Grunde geradezu prädestiniert ist. Etwas, das zwar auf der einen Seite prinzipiell arg archaisch-traditionell anmutet, aber auf der anderen Seite das Bedürfnis des gestressten Großstädters nach Ruhe befriedigt und fast schon meditative Züge in sich trägt: in die Pilze gehen, sprich Pilze sammeln.

Diesen Herbst war es dann soweit: Anmeldung bei einer Pilzkundeveranstaltung mit anschließender Lehrwanderung, außerdem  vorher massenhaft Literatur beschafft, damit man wenigstens ein Bild vor den ungeschulten Augen hat, die bis zu diesem Tage gerade einmal in der Lage waren, Fliegenpilze von Nicht-Fliegenpilzen zu unterscheiden (was ja schon nicht ganz unhilfreich ist)…

Wenig spektakulär war die Info-/Lehrveranstaltung – leider relativ unstrukturiert und systemlos. Schade, daraus hätte man (als Dozent) mehr machen und infolgedessen dann (als Kursteilnehmer – dieses Mal saß ich auf dieser Seite…) auch inhaltlich mehr Substanz mitnehmen können, vielleicht sogar müssen… Ein Königreich für den Konjunktiv II.

Und dann ging es los zum eigentlich Wesentlichen – auf in den Wald in der Nähe des nördlichen Berliner Mauerwegs bei Heiligensee.

Mehrere Stunden entspannt durch den Wald strolchen, Pilze suchen, Sonne genießen (ja, es war ein schöner, sonniger Herbsttag) – das entspricht durchaus meinem Geschmack.

Allerdings: Ich wage nicht zu behaupten, dass mein Wissen über Pilze, zumindest das praktische, an betreffendem Wochenende essentiell gewachsen ist. Aber mein Interesse ist geweckt und ich zöge gerne wieder los. Am besten in Begleitung von jemandem, der wirklich kompetent ist – besser wäre das wenigstens…

Fazit: Spannend war’s, gerne wieder!

Anbei ein paar visuelle Impressionen – viel Spaß beim Anschauen!

IMG_4486.JPG

 

 

 

IMG_4501.JPG

 

Ha, den kenne sogar ich… ;-) Ich liebe Fliegenpilze – ein Pilz mit Kindchenschema.

 

IMG_4476.JPG

 

Boo! Ganz unfachmännisch: Das ist eindeutig ein boshafter Halloweenpilz!

 

IMG_4367.JPG

 

 

 

IMG_4478.JPG

 

 

 

IMG_4359.JPG

 

Anschauungsmaterial

 

IMG_4355.JPG

 

Zur “Schule” gehen und brav mitschreiben… Ob man es hinterher noch lesen kann, steht auf einem anderen Blatt…

 

IMG_4437.JPG

 

 

 

IMG_4421.JPG

 

 

 

IMG_4492.JPG

 

 

 

IMG_4415.JPG

 

Beginnende Herbststimmung entlang des nördlichen Teils des Berliner Mauerwegs…

 

IMG_4509.JPG

 

 

 

 

Copyright: Anita Baron 2014

Veröffentlicht unter Berlin..., Leaving the comfort zone... (Projekt) | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Zoch kütt! Nicht.

Es ist mal wieder soweit: Die GDL hat einen Streik angekündigt. So langsam gewöhnt man sich daran. Im Güterverkehr beginnt der Streik morgen um 15 Uhr, im Personenverkehr am Donnerstag um 2 Uhr – dauern soll der Zirkus (sorry) bis Montag um 4 Uhr.

Verstehen Sie mich nicht falsch – das Streikrecht ist eine wichtige Sache und ich stehe auch voll dahinter. Aber: Man darf ein solch elementares Recht weder überstrapazieren noch als Machtinstrument ausnutzen und auf diese Weise vor allem die eigenen Kunden leiden lassen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

Ich  kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass der längste GDL-Streik aller Zeiten die Deutsche Bahn zum Einlenken bewegt. Ich jedenfalls bliebe an ihrer Stelle nun erst recht hart und kompromisslos. Dieser Streik grenzt an Erpressung. Und das sage ausgerechnet ich, die ich wahrlich keine Freundin der Deutschen Bahn bin – ich muss sogar ein bisschen schlucken, während ich dies schreibe…

Abgesehen davon: Ich bin der Meinung, dass die GDL mit diesem abermaligen Streik ihre Kunden direkt in die Arme der Konkurrenz treibt – Fernbusse und Carsharing boomen wie nie. Vielleicht sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man sich mit diesen wiederholten und überzogenen Maßnahmen nicht letzten Endes selbst abschafft und beweist, dass es andere Wege gibt, die die Bahn überflüssig machen.

Veröffentlicht unter Aktuelle Ereignisse, Dies und das | Verschlagwortet mit , , , , , | Ein Kommentar

Leaving the comfort zone #1: Verpackung ist so 90er…

Vor ein paar Monaten eröffnete in Berlin-Kreuzberg ein neuer Supermarkt.

Aha. Toll, spannend. Total innovativ, werdet Ihr gähnend sagen.

Aber: Dieser Supermarkt ist wirklich etwas Neues und hat ein sehr interessantes Konzept. Aus Zeitgründen habe ich es leider erst jetzt geschafft, mir den Laden auch einmal persönlich anzuschauen – ich kannte ihn bisher  nur aus den Medien, obwohl er sich ganz in meiner Nähe befindet. Nun kam ich endlich auch einmal dazu vorbeizugucken.

Was unterscheidet nun diesen Supermarkt von anderen? Der Name “Original Unverpackt” gibt den ersten Hinweis. Die Produkte sind im Gegensatz zu denen in konventionellen Supermärkten nicht verpackt: Nicht einfach, nicht zweifach, nein, sondern gar nicht. Der Kunde bringt einfach Tupperdosen oder ähnliches mit, um die erstandenen Waren nach Hause zu transportieren – hat man nicht genügend Behälter, kann man diese leihen.

Das Konzept ist prima, hat allerdings ein paar Mankos, die mit unseren Ansprüchen und Gewohnheiten zusammenhängen: Erstens ist die Produktauswahl insgesamt begrenzt, zweitens sind die Preise in den meisten Fällen ein wenig höher als “normal” und drittens die Frage der Hygiene… Für mich sind diese Punkte jedoch eher nicht so ausschlaggebend – im Gegenteil, ich finde die Idee absolut unterstützungswürdig. Brauchen wir wirklich immer x Optionen des gleichen Produkts? Ist es notwendig, dass Lebensmittel derart preiswert sind, wie wir es von Discountern gewohnt sind? Hygiene, ok, das ist eine andere Sache, aber ich denke, dass sich auch hier langfristig  eine Lösung finden wird.

Ich glaube, dass sich gerade im (ja doch noch) alternativeren  Berlin-Kreuzberg eine Zielgruppe finden lässt, die groß genug ist, dass der Laden nicht nur überleben, sondern durchaus expandieren kann. Ich finde das Konzept aufregend und drücke den Gründerinnen alle mir zur Verfügung stehenden Daumen. Wem (wie mir) die Berge an Verpackungsmüll schon immer ein Dorn im Auge waren, wird begeistert sein.

Wir werden zwar nicht mehr zurückkehren in ein Zeitalter der Milchkannen und der Tante-Emma-Läden… Auch, weil wir dann auf viele unserer geliebten Convenience-Produkte verzichten müssten – und seien es nur die TK-Pizza und Aufbackbrötchen…  Aber ein solcher Supermarkt kann ein erster Schritt sein, ein bisschen weniger Müll zu produzieren.

Auf in die Wiener Straße nach Berlin-Kreuzberg!

Veröffentlicht unter Berlin..., Dies und das, Gedanken..., Leaving the comfort zone... (Projekt) | Verschlagwortet mit , , , , , | 5 Kommentare